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Hoffnung für alle


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Hoffnung für alle

Hoffnung für alle

Nachfolgende Informationen zu dieser Bibelübersetzung wurden uns freundlicher Weise vom Brunnen-Verlag Basel zur Verfügung gestellt.

Erstveröffentlichung Neues Testament: 1982
Erstveröffentlichung Altes und Neues Testament: 1996
Die Rechte liegen bei der International Bible Society, Colorado Springs. Der Brunnen Verlag ist der herausgebende Verlag, der sich auch für die übersetzung verantwortlich zeichnet. Eine überarbeitete Bibel wurde in der neuen deutschen Rechtschreibung veröffentlicht.
Einen überblick darüber, welche Ausgaben lieferbar sind, kann man sich verschaffen auf der Homepage des Brunnen Verlag Giessen.

Seit Ende 2002 ist die Bibel Hoffnung für alle mit revidiertem Neuen Testament im Buchhandel erhältlich. Ziel der Revision war, die Qualität der übersetzung im Blick auf Zuverlässigkeit und Verständlichkeit weiter zu verbessern. Neu ist außerdem auf jeder Seite unterhalb der Fußnoten die Angabe von Bibelversen, die ein ähnliches Thema behandeln (Parallelstellen). Die revidierte Neuauflage folgt den Regeln der Neuen Deutschen Rechtschreibung.

Vorwort zur "Hoffnung für alle" Bibel

Die Bibel ist das meistgelesene Buch der Welt. Ihre verschiedenartigen Texte erzählen, wie Gott Menschen begegnet ist und in dieser Welt gehandelt hat. Weil die Verfasser der Texte in dieser Begegnung das entscheidende Ereignis ihres Lebens erkannten, berichten sie von Gott, der die Menschen sucht und ihnen in Jesus Christus nahe gekommen ist. Obwohl von Menschen geschrieben und über Jahrhunderte hinweg entstanden, ist die Bibel kein Buch wie jedes andere. Sie birgt ein Geheimnis: Was ihre Verfasser schrieben, hatte Gottes Geist ihnen eingegeben. So hat Gott durch dieses Buch zu allen Zeiten geredet und will es auch heute tun.

Die biblischen Texte sind ursprünglich in hebräischer (Altes Testament) und griechischer Sprache (Neues Testament) verfasst worden. Sie müssen für uns heute also übersetzt werden. Die Schwierigkeit einer solchen Übersetzung besteht in den großen Unterschieden zwischen den Ausgangssprachen und der Zielsprache. Nicht nur die Wörter sind verschieden - jede Sprache hat auch ihren eigenen Stil, eigene Redewendungen und einen typischen Satzbau. Dazu kommt, dass uns die Welt des Alten und Neuen Testaments fremd ist. Der große zeitliche Abstand und die kulturellen Unterschiede bewirken, dass wir manche Ausdrücke und Eigenheiten der Ausgangssprachen nicht unmittelbar verstehen. Wie also kann eine gute Übersetzung gelingen? Wie können die alten und doch bedeutsamen Texte für uns heute verständlich und lebendig werden?

"Man muss den Leuten aufs Maul schauen!" - so hat Martin Luther seinerzeit anschaulich beschrieben, wie er bei seiner Bibelübersetzung vorging. Bis heute ist sein Motto für jede gute Übersetzung wegweisend geblieben. Eine gelungene Übersetzung soll nicht nur die Botschaft des Originaltextes zuverlässig wiedergeben, sie muss auch verständlich sein, natürlich und lebendig klingen - so wie wir uns in unserer Sprache ausdrücken. Kurzum: Sie soll auf ihre Leser möglichst die gleiche Wirkung haben, wie sie das Original auf die damaligen Leser hatte!

"Hoffnung für alle" will genau dies erreichen und folgt dabei modernen sprachwissenschaftlichen Erkenntnissen und Übersetzungsmethoden. Da sich nun die hebräische und die griechische Sprache in Satzbau und Redewendungen sehr von der deutschen Sprache unterscheiden, kann man die Ziele Zuverlässigkeit und Verständlichkeit nicht dadurch erreichen, dass man den Ausgangstext Wort für Wort übersetzt. Dann würden die Sätze im Deutschen unnatürlich, schwierig und kaum verständlich. Auch kann ein Wort oder eine Redewendung der Ausgangssprache nicht in allen Fällen mit demselben Wort oder derselben Redewendung in der Zielsprache wiedergegeben werden. Ein solches Vorgehen würde bisweilen sogar den Sinn entstellen. Der Sinn eines Wortes erschließt sich häufig erst durch den Zusammenhang, in dem das Wort gebraucht wird.

Darum bestand die Aufgabe der Übersetzerinnen und Übersetzer darin, den Sinn des hebräischen bzw. griechischen Grundtextes genau zu erfassen und ihn dann in verständlicher deutscher Sprache wiederzugeben. Dies erforderte manchmal Um- und Neuformulierungen. Zuverlässigkeit und Verständlichkeit der Übersetzung sollen also dadurch gewährleistet werden, dass man sich so eng wie möglich an den Sinn des Ausgangstextes hält, sich aber in Grammatik, Satzbau und Redewendungen der in unserer Sprache üblichen Ausdrucksweise bedient.

Der Übersetzung des Alten Testaments liegt der so genannte "Masoretische Text" zugrunde. Dieser hebräische Text ist sowohl für die jüdische Glaubensgemeinschaft als auch für die christliche Kirche gültig. An einzelnen Stellen wurden die im 3. Jahrhundert v. Chr. entstandene griechische Übersetzung (Septuaginta) und andere alte Übersetzungen mit herangezogen, die dort wahrscheinlich eine ursprünglichere Fassung des hebräischen Textes als Vorlage hatten. Solche Fälle werden jeweils mit einer Fußnote gekennzeichnet. Der Übersetzung des Neuen Testaments liegt der griechische Text in der Bearbeitung von Nestle-Aland zugrunde.

An Stellen, die zwei gleichwertige, aber sinnverschiedene Übersetzungsmöglichkeiten zulassen, wird dies durch eine Fußnote ("Oder: ...") zum Ausdruck gebracht. Wenn sich die deutsche Übersetzung zugunsten der Verständlichkeit weit von der wörtlichen Fassung des hebräischen oder griechischen Textes entfernt hat, wird die wörtliche Version ebenfalls in einer Fußnote wiedergegeben.

Die Formulierung "andere Textzeugen fügen hinzu" in einigen Fußnoten des Neuen Testaments bedeutet: An dieser Stelle werden Wörter oder ganze Verse wiedergegeben, die sich nicht in den ältesten und in der Regel zuverlässigsten Überlieferungen des griechischen Textes finden. Zu vielen Versen wurden unterhalb der Fußnoten andere ´ Bibelverse angegeben, die ein ähnliches Thema behandeln (Parallelstellen). Diese Parallelstellen bieten zusätzliche Informationen, die zu einem besseren Verständnis des Bibeltextes beitragen. Auch werden dadurch Zusammenhänge zwischen Altem und Neuem Testament erhellt. Manche Verweisstellen sind mit einem Sternchen gekennzeichnet. Das bedeutet: Der Leser wird zu einer Verweisstelle hingeleitet, an der mehrere Bibelverse aufgeführt werden, die das Thema weiter entfalten.

Nach dem biblischen Text folgt ein Anhang mit Sacherklärungen, einer Zeittafel und - in einzelnen Ausgaben - verschiedenen Landkarten. Die Arbeit an einer Bibelübersetzung kann nie als endgültig abgeschlossen betrachtet werden. Für die Neuauflage wurden das Neue Testament und die Sacherklärungen gründlich durchgesehen und überarbeitet. Das Ziel der Revision war, die Qualität der Übersetzung im Blick auf Zuverlässigkeit und Verständlichkeit weiter zu verbessern.

Den Herausgebern sind Verbesserungsvorschläge immer willkommen. Deshalb sei allen gedankt, die ihre Anregungen weitergegeben haben. Vieles davon wurde bei dieser Revision berücksichtigt.

Die Herausgabe der vorliegenden Bibel geschah in enger Zusammenarbeit zwischen dem Brunnen Verlag Basel und Gießen und der International Bible Society, die auf der ganzen Welt Bibeln übersetzt und verbreitet.

Mit der Veröffentlichung von "Hoffnung für alle" verbinden die Herausgeber den Wunsch, dass die Leserinnen und Leser durch die Botschaft in diesem Buch Gottes Liebe und Gegenwart erfahren und neue Hoffnung für ihr Leben finden.

Das Gras verdorrt, Blumen verwelken,
aber das Wort unseres Gottes bleibt gültig für immer und ewig.
Jesaja 40,8

Basel und Gießen, im Oktober 2002
Die Herausgeber


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